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Der jüdischstämmige Literaturnobelpreisträger Elias Canetti war von 1934 bis zu seinem Lebensende mit einer Frau verheiratet, die ebenfalls eine ausgesprochene Literaturkennerin war und auch schriftstellerisch tätig war. Doch Veza, so lautet ihr Name, konnte oder wollte sich niemals aus der alles überstrahlenden Aura ihres Gatten lösen, um die eigenen Talente öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Die Haltung Elias’ zu den Qualitäten seiner Frau lässt sich nur anhand bruchstückhafter Überlieferungen nachzeichnen. Ein klares Bekenntnis zur Literatur Vezas fehlt. Ebenso wenig lassen sich deutliche Zeichen der Anerkennung oder gar Unterstützung finden. Ob Canettis Schweigen zur Literatur seiner Frau aus Unkenntnis, Ignoranz oder gar Ablehnung herrührt, bleibt also spekulativ.
Gerade daher soll Veza Canetti mit ihrem Werk an dieser Stelle vorgestellt und ihre Beziehung zu Elias nachgezeichnet werden. Die Bekanntschaft von Canetti und der schönen Veza (Venetiana) Taubner-Calderon entwickelt sich im Umfeld der Vorlesungen Karl Kraus’ in Wien der zwanziger Jahre. Die gemeinsame Begeisterung für Literatur bildet von Anfang an einen festen Bestandteil ihrer Beziehung. Elias spart zu dieser Zeit nicht mit Lob über die Klugheit und Schönheit seiner Geliebten. Ein köperlicher Defekt Vezas – ein fehlender Unterarm – bleibt gänzlich unerwähnt. Die Hochzeit beider folgt 1934 nach etwa zehn gemeinsamen Jahren.
Doch trotz des ehelichen Bandes sollte Elias Veza niemals ganz gehören. Zahlreiche Namen wie Anna Mahler, Iris Murdoch und Friedl Benedikt kreuzen ihren Lebensweg und gehen intellektuelle, emotionale und auch sexuelle Beziehungen zu Elias ein. Dabei erscheint Elias in der Rückschau derart dominant, dass Canettis Frauen zuweilen zu reinen Karierrebegleiterinnen abgestempelt werden. Der selbstlose Einsatz Vezas zur Geldbeschaffung und zur Haushaltsführung, insbesondere während der kargen Londoner Kriegsjahre, stützen diesen Eindruck.
In diesem Umfeld blieb ihr schriftstellerisches Werk im Umfang weit hinter dem ihres Mannes zurück, aber es gibt dennoch einiges Erwähnenswertes. In Wien veröffentlichte Veza ab 1932 einige Erzählungen unter unterschiedlichen Pseudonymen (z.B. Veza Magd, Martina Murner und Veronika Knecht). Erst in den neunziger Jahren wurden ihre Werke unter dem richtigen Namen Veza Canetti vom Carl Hanser Verlag veröffentlicht: Die Gelbe Straße (1990), Der Oger (1991), Geduld bringt Rosen (1992) Schildkröten (1999) und Der Fund (2001). Eine tiefergehende literarische Analyse dieses Fundus steht nach derzeitigem Wissensstand noch aus.
목차
II. 카네티가 카네티를 말하다 - 베짜 타우프너 칼데론에서 베짜 카네티로
II.1. 엘리아스 카네티와 자서전
II.2. 카네티가 카네티를 말하다
III. 베짜 카네티는 누구인가? - 베짜 카네티와 문학
III.1. ‘노란 거리’ - 고향 빈에서 (1897-1938)
III.2. 망명지 런던에서 (1939-1963)
참고문헌
Zusammenfassung
