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초록
영어
Diese Arbeit untersucht den Nachkriegsroman des deutschen Schriftstellers Heinrich Böll und des koreanischen Schriftstellers Bum-Sun Lee. In diesem Bereich ist jeder ein repräsentativer Autor seines Landes. Im Werk der beiden erscheinen ähnliche Züge der Nachkriegsgesellschaft: Staatsmonopolkapitalismus, großer Klassenunterschied durch die kapitalistische Ordnung, Not und Verzweiflung der ärmsten Schichten. Böll ist jedoch in den 50er Jahren in Korea nicht bekannt. So hat er keinen Einfluß auf Lee ausgeübt.
In dieser Arbeit wird der Roman Und kein einziges Wort Bölls mit dem Werk Obaltan Lees auf der gleichen Ebene verglichen. In diesen Werken sind die Gestalten durch den Krieg seelisch tief verletzt und haben materiell fast alles verloren. In Und sagte kein einziges Wort und Obaltan leiden die Figuren unter der absolutuen Armut. Sie müßten, um ihr Elend abzuschütteln, die Geschicklichkeit der Tüchtigen übernehmen und in den Konkurrenzkampf der Leistungsgesellschaft eintreten. Fred Bogner in Und sagte kein einziges Wort und Song Chul Ho in Obaltan haben jedoch weder genügend "Energie" noch "Tüchtigkeit" für das kapitalistische Profitstreben. Überhaupt wollen sie sich nicht diesen Wirtschaftssystem anpassen, "das sich auf skrupellose Selbstsucht und auf das Prinzip aufbaut, daß man seinen Vorteil auf Kosten anderer sucht." Die meisten Menschen versuchen jedoch, durch besonderen Fleiß und fortwährende Arbeitsamkeit im täglichen Konkurrenzkampf zu bestehen, und machen sich damit zu Gefangenen dieser verdinglichten Welt. Das, was der Mensch nicht kann, kann sein Geld in der verdinglichten Welt. Böll und Lee wenden sich gegen die spießbürgerlich verdinglichte Welt, in der sich alle menschlichen Werte verkehren.
Käte und Fred Bogner in Und sagte kein einziges Wort empfinden ihre Ohnmacht als drückend, doch sie ertragen ihren Zorn und können ihren Haß nicht in eine zielgerichtete Aktion umsetzen. Allerdings haben sie immerhin einen scharfen Blick auf die unmenschliche und verdinglichte Welt.
Während Song Chul Ho in Obaltan resigniert sein Schicksal hinnimmt und nicht die Gesellschft für seine Armut beschuldigt, beschuldigt er sich selbst, d.h. seinen Mangel an Tugend.
Böll und Lee zielen auf die humane Welt, in der man sein Gewissen nicht verkaufen muß und seine Identität bewahren kann. Nach Fromm äußert sich der Humanismus in den Protesten gegen die Unterdrückung des freien und nonkonformistischen Denkens, gegen das wachsende materielle Elend der Armen, gegen den Ungeist der Dehumanisierung, die den Menschen einer Produktionsmaschinerie unterwirft und ihn zu einem Ding macht. Die Distanzierung von der Umwelt und damit von Konformismus ist für Böll und für Lee eine Voraussetzung dafür, sich vor der Entmenschlichung des Menschen durch den Menschen, durch System, Ordnung und Dogma zu schützen. Ihre harsche Kritik an der Welt, in der das Menschliche zurückgedrängt wird, wurzelt also in ihrer Menschenliebe, die durch Solidarität mit den verletzbaren 'kleinen' Menschen verwirklicht werden soll.
(*Sa, Sunok)
목차
II. 전후의 병든 사회에서의 절망과 그 극복
II.1. 좌절하는 가장들
II.2. 삶과 투쟁하는 강인한 여성들
III. 나가는 말
참고 문헌
Zusammenfassung
